Mann mit Schlüsselbund steht vor einer Tür

Hochsicherheitsschösser

lektronische Hochsicherheitsschlösser mit Zustandsüberwachung, Fernsteuerung und mechanischer Notöffnung über Profilzylinder.

Verriegelung ohne Schlüssel am Mann

Digitale Hochsicherheitsschlösser für Haftraum-, Durchgangs- und Klappentüren

Im Vollzug ist der Schlüsselbund zugleich Werkzeug und Risiko. Er muss mitgeführt, übergeben, gezählt und im Verlustfall zur Sperrung der halben Anlage führen. Digitale Hochsicherheitsschlösser lösen die Berechtigung vom Schlüssel: Geöffnet wird über ein gültiges RFID-Identmedium am Türsteuermodul, die Rechte liegen in Commander Connect. Für den Notzugang und die mechanische Verriegelung bleibt ein einsetzbarer Profilzylinder — die Rückfallebene fällt nicht weg, sie wird nur zur Ausnahme.

Konstruktiv trennen die Schlösser Riegelantrieb und Sperrmechanik vollständig voneinander. Das ist der Punkt, an dem sich Vollzugstechnik von Bürotechnik unterscheidet: Eine Tür, gegen die gedrückt, getreten oder gelehnt wird, steht unter Last — und der Antrieb arbeitet trotzdem gegen eine unbelastete Mechanik. Dazu kommen ein Edelstahlgehäuse, selbstverriegelnde Steuerfalle und die automatische Riegelsperrung nach dem Riegelausschluss.

Über die integrierte Sensorik meldet jede Tür ihren Zustand. Im Netzbetrieb lässt sie sich aus der Leitstelle überwachen, sperren und öffnen; wo keine Leitungsführung in der Tür vorhanden ist, übernimmt eine Funkanbindung, sodass sich auch Bestandstüren nachrüsten lassen. Wir klären bei der Aufnahme je Türtyp, welche Variante baulich möglich ist, und übernehmen Montage und Wartung.

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  • Berechtigung statt Schlüssel: Ein verlorenes Identmedium wird gesperrt, statt eine Schließanlage zu tauschen
  • Getrennter Riegelantrieb: Die Verriegelung arbeitet auch dann, wenn die Tür unter Last steht
  • Türzustand in Echtzeit — die Leitstelle sieht, welche Tür verriegelt ist, statt es anzunehmen
  • Öffnen und Sperren aus der Leitstelle, ohne dass jemand zur Tür gehen muss
  • Bestandstüren ohne interne Leitungsführung sind per Funkanbindung nachrüstbar
Gebäude JVA Vechta
Mann mit Schlüsselbund steht vor einer Tür
Raum mit vielen Fachanlagen
Pexels mike van schoonderwalt 1884800 5505728

Elektronische Schließkomponenten

RiegelschlossFallriegelschlossHSOF-PHSOF-KHSC
HSON

Riegelschloss

Das HSON Riegelschloss ist die Variante für die Haftraumtür. Gesteuert wird es schlüssellos über ein gültiges RFID-Identmedium am Türsteuermodul WCU 2 in der Applikation JVA, zusammen mit Controller und Commander Connect. Der Notzugang und die mechanische Verriegelung bleiben über einen einsetzbaren Profilzylinder erhalten.

Verriegelt wird ohne Zutun: Die Tür betätigt beim Zufallen die Steuerfalle über das Schließblech, der Riegel schließt aus und wird anschließend automatisch gesperrt. Damit hängt der Verschlusszustand nicht daran, ob jemand nachdrückt oder nachkontrolliert — und der ausgeschlossene Riegel lässt sich nicht zurückdrücken. Die Steuerfalle ist verstellbar und wird beim Einbau auf die jeweilige Tür angepasst.

Konstruktiv sind Riegelantrieb und Sperrmechanik vollständig getrennt und in einem Edelstahlgehäuse untergebracht. Über die integrierte Sensorik meldet die Tür ihren Zustand; im Netzbetrieb lässt sie sich aus der Leitstelle überwachen, sperren und öffnen.

Vorteile:

  • Selbstverriegelnd beim Zufallen — der Verschluss hängt nicht an einer Kontrolle
  • Automatische Riegelsperrung nach dem Ausschluss: Der Riegel lässt sich nicht zurückdrücken
  • Getrennter Riegelantrieb: Die Mechanik arbeitet auch, wenn die Tür unter Last steht
  • Überwachen, Sperren und Öffnen aus der Leitstelle statt am Türblatt
  • Mechanische Notöffnung über Profilzylinder bleibt als Rückfallebene erhalten
Fallriegel

Fallriegelschloss

Das HSON Fallenriegelschloss sitzt in der Durchgangstür — dort, wo Bereiche voneinander getrennt werden und trotzdem täglich hunderte Male jemand hindurchgeht. Gesteuert wird es schlüssellos über ein gültiges RFID-Identmedium am Türsteuermodul WCU 2 in der Applikation JVA, zusammen mit Controller und Commander Connect. Notzugang und mechanische Verriegelung sind über einen einsetzbaren Profilzylinder möglich.

An einer Durchgangstür entscheidet sich die Bereichstrennung im Alltag: Jede Tür, die offen stehen bleibt, hebt sie auf. Das Schloss verriegelt deshalb selbsttätig — die Steuerfalle wird beim Zufallen über das Schließblech betätigt, der Riegel schließt aus und wird automatisch gesperrt. Der Durchgang bleibt zügig, der Verschluss hängt nicht an der Aufmerksamkeit des Letzten, der hindurchgegangen ist.

Riegelantrieb und Sperrmechanik sind vollständig getrennt, das Gehäuse ist aus Edelstahl, die Steuerfalle beim Einbau verstellbar. Die integrierte Sensorik meldet den Türzustand; im Netzbetrieb lässt sich die Tür aus der Leitstelle überwachen, sperren und öffnen.

Vorteile:

  • Verriegelt beim Zufallen — keine Tür bleibt versehentlich offen und hebt die Bereichstrennung auf
  • Automatische Riegelsperrung nach dem Ausschluss: Der Riegel lässt sich nicht zurückdrücken
  • Ausgelegt auf hohe Durchgangsfrequenz, mit getrenntem Riegelantrieb auch unter Türlast
  • Überwachen, Sperren und Öffnen aus der Leitstelle — im Ereignisfall lassen sich Bereiche sofort trennen
  • Mechanische Notöffnung über Profilzylinder bleibt als Rückfallebene erhalten
HSOF

HSOF-P

Die meisten Haftraumtüren im Bestand sind für Elektronik nie vorgesehen gewesen: Es gibt keine Leitungsführung im Türblatt, und ein Kabelübergang lässt sich an einer geprüften Sicherheitstür nicht ohne Weiteres nachträglich herstellen. Genau dafür wurde der HSOF-P entwickelt.

Die Steuerung erfolgt schlüssellos über ein gültiges RFID-Identmedium am Türsteuermodul WCU 3 in der Applikation JVA, zusammen mit Controller und Commander Connect. Die Verbindung zum Schloss läuft über Funk; die externe Antenne VLF 1 stellt sie her und macht zugleich die Position des Lesers frei wählbar. Er muss also nicht dort sitzen, wo es die Verkabelung erlaubt, sondern kann dort angebracht werden, wo er für Bedienstete gut erreichbar und ansonsten außer Reichweite ist.

Ansonsten ist es dasselbe Schloss wie in der verkabelten Variante: Riegelantrieb und Sperrmechanik vollständig getrennt, Edelstahlgehäuse, selbstverriegelnd über die verstellbare Steuerfalle, integrierte Sensorik zur Zustandsüberwachung. Notzugang und mechanische Verriegelung bleiben über einen einsetzbaren Profilzylinder erhalten.

Vorteile:

  • Nachrüstbar an Türen ohne interne Leitungsführung — kein Kabelübergang, kein Eingriff ins Türblatt
  • Position des Lesers frei wählbar: erreichbar für Bedienstete, nicht für andere
  • Sanierung im Bestand statt Türentausch — der vorhandene Türbestand bleibt erhalten
  • Getrennter Riegelantrieb und Selbstverriegelung wie bei der verkabelten Variante
  • Mechanische Notöffnung über Profilzylinder bleibt als Rückfallebene erhalten
HSOF K

HSOF-K

Beim HSOF K wird nicht am Leser an der Tür identifiziert, sondern mit einem AES-verschlüsselten keyFob direkt am Schloss. Die Berechtigungen darauf werden tagesaktuell an einer Refresh-Station vergeben — der Bedienstete nimmt seine aktuellen Rechte mit auf den Dienstgang, statt einen Schlüsselbund durch das Haus zu tragen.

Das ändert die Konsequenzen eines Verlusts. Ein mechanischer Schlüssel bleibt gültig, bis die Schließung getauscht ist. Ein keyFob trägt nur die Berechtigungen, die zuletzt aufgefrischt wurden — was nicht aufgefrischt wird, gilt nicht mehr. Der Notzugang läuft über einen optional einsetzbaren Profilzylinder, der im normalen Betrieb verdeckt bleibt und damit nicht als Angriffspunkt sichtbar ist.

Konstruktiv gilt auch hier: Riegelantrieb und Sperrmechanik vollständig getrennt, robustes Edelstahlgehäuse, integrierte Sensorik zur Zustandsüberwachung. Im Netzbetrieb lässt sich die Tür zusätzlich aus der Leitstelle überwachen, sperren und öffnen.

Vorteile:

  • Kein mechanischer Schlüsseltransport im Haus — die Berechtigung liegt auf dem keyFob, nicht am Bund
  • Tagesaktuelle Rechtevergabe an der Refresh-Station: Ein nicht aufgefrischter keyFob trägt keine gültige Berechtigung mehr
  • Profilzylinder im Betrieb verdeckt — kein sichtbarer Angriffspunkt an der Tür
  • Bedienung direkt am Schloss, ohne Leserinstallation an jeder einzelnen Tür
  • Zusätzlich aus der Leitstelle überwachbar, sperrbar und zu öffnen
HSC

HSC

Das HSC ist die kompakte Bauform der Reihe. Damit deckt es zwei Stellen ab, für die sonst unterschiedliche Lösungen nötig wären: die Haftraumtür und die Kommunikationsklappe darin, für die ein Schloss in Normalgröße schlicht keinen Platz hat.

Elektronisch angesteuert wird über einen Drehknauf mit doorLoxx®-Lesekopf; die Lesetechnologie ist dabei jederzeit wechselbar, ein späterer Kartenwechsel zwingt also nicht zum Schlosstausch. Mechanische Sperrung und Notöffnung laufen über einen Hochsicherheits-Profilzylinder — bei Haftraumtüren über den JVA-Profilhalbzylinder mit Doppelfunktion im Wendeschlüssel-System, sodass sich das Schloss in Ihre vorhandene Anstaltsschließanlage einfügt statt daneben zu stehen.

Es gibt das HSC auch als rein mechanische Variante mit Schließzylinder. Sie können also im selben Türbestand elektronisch und mechanisch mischen und später umrüsten, ohne die Bauform zu wechseln. Riegelantrieb und Sperrmechanik sind vollständig getrennt, das Profilzylinder-Schließwerk arbeitet unabhängig vom Riegelantrieb, und nach dem Riegelausschluss sperrt der Riegel automatisch.

Vorteile:

  • Eine Bauform für Haftraumtür und Kommunikationsklappe — kein Sonderschloss für die Klappe
  • JVA-Profilhalbzylinder mit Doppelfunktion: Einbindung in die vorhandene Wendeschlüssel-Anlage statt Parallelsystem
  • Auch rein mechanisch lieferbar — elektronisch und mechanisch im selben Türbestand mischbar, Umrüstung später ohne Bauformwechsel
  • Lesetechnologie jederzeit wechselbar, ohne das Schloss zu tauschen
  • Automatische Riegelsperrung nach dem Ausschluss, Schließwerk getrennt vom Riegelantrieb

Anwendungen und Vorteile unserer Lösung

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Nachrüsten statt neu bauen

Der vorhandene Türbestand bleibt, die Technik kommt dazu

Neue Anstalten entstehen selten. Was ansteht, sind Sanierungen in Gebäuden, deren Türen für Elektronik nie vorgesehen waren: keine Leitungsführung im Türblatt, geprüfte Sicherheitstüren, an denen sich ein Kabelübergang nicht ohne Weiteres nachträglich herstellen lässt.

Dafür gibt es drei Wege. Der HSOF-P wird per Funk angebunden und braucht keine Leitung in der Tür. Das HSC fügt sich über den JVA-Profilhalbzylinder mit Doppelfunktion in Ihre vorhandene Wendeschlüsselanlage ein, statt ein zweites Schließsystem daneben zu stellen. Und weil es dasselbe Schloss auch rein mechanisch gibt, lässt sich ein Türbestand abschnittsweise umstellen — dieselbe Bauform, erst mechanisch, später elektronisch.

Sie müssen also nicht alles auf einmal entscheiden und nicht bei der Schließanlage anfangen, an der Ihr ganzes Haus hängt.

Pexels traveliving 7630510

Der Schlüssel verschwindet — die Rückfallebene bleibt

Berechtigung statt Schlüsselbund — mit mechanischer Notöffnung an jeder Tür

Ein verlorener Schlüssel kostet heute eine Schließung, im schlechten Fall mehrere. Ein Schlüsselbund muss mitgeführt, übergeben und gezählt werden, und er ist am Mann ein Risiko. Digitale Hochsicherheitsschlösser lösen die Berechtigung vom Schlüssel: Geöffnet wird über ein gültiges RFID-Identmedium am Türsteuermodul oder — beim HSOF K — über einen AES-verschlüsselten keyFob, dessen Rechte tagesaktuell an einer Refresh-Station vergeben werden. Was nicht aufgefrischt wurde, gilt nicht mehr.

Das funktioniert aber nur unter einer Bedingung, und die ist eingebaut: Die mechanische Ebene bleibt. Jedes der Schlösser nimmt einen Profilzylinder für Notzugang und mechanische Verriegelung auf; beim HSOF K liegt er im normalen Betrieb verdeckt und ist damit kein sichtbarer Angriffspunkt. Fällt Technik aus, kommen Sie an die Tür wie vorher.

Konstruktiv sind Riegelantrieb und Sperrmechanik in allen Varianten vollständig getrennt. Der Antrieb arbeitet deshalb auch dann, wenn gegen die Tür gedrückt oder getreten wird und sie unter Last steht.

ZK4000 Software Zutrittskontrolle

Die Leitstelle sieht den Zustand, nicht die Absicht

Türstatus in Echtzeit, sperren und öffnen aus der Ferne

Eine Tür, die verriegelt sein soll, ist damit nicht verriegelt. Über die integrierte Sensorik meldet jedes Schloss seinen tatsächlichen Zustand — die Leitstelle sieht, welche Tür zu ist, statt es aus Abläufen zu schließen.

Im Netzbetrieb kommt das Handeln dazu: überwachen, sperren, öffnen, ohne dass jemand hingeht. Im Ereignisfall lassen sich Bereiche in Sekunden voneinander trennen. Im Alltag fällt eine offen stehende Durchgangstür auf, bevor sie jemandem auffällt, der sie nutzen will.

Verwaltet wird das über Commander Connect, zusammen mit den Berechtigungen. Rechte, Türzustände und Ereignisse liegen damit in einem System und nicht in drei.


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